Blutspendetermine in Neubulach, Medienecho


Schwarzwälder Bote 04.03.2008
Typisierung erhöht Chancen auf Heilung
Neubulach. 167 Menschen erhöhen jetzt die Chancen auf eine Heilung für Patienten, die an Leukämie erkrankt sind oder einen angeborenen Immundefekt haben. Sie folgten dem Aufruf des Ortsvereins Neubulach des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) zur Stammzellen-Typisierung. Mit einer außerplanmäßigen Blutspende- und Typisierungsaktion hatten die Rotkreuzhelfer spontan auf die Erkrankung eines ihrer Mitglieder reagiert.
"Er wird derzeit vorbereitet und erhält Mitte des Monats die Transplantation", schildert Jörg Pfrommer den gesundheitlichen Zustand von Johannes-Wilhelm Lutz. Der Vorsitzende des Ortsvereins unterstrich in diesem Zusammenhang den Ansporn der Organisatoren, die Zahl der Spendewilligen zu erhöhen, zumal nur etwa 80 Prozent der Erkrankten so schnell ein Pendant finden. "Die Hälfte der bereits registrierten Stammzellen in Deutschland finden auf internationaler Ebene Bedarf", erklärt Frank Stötzer.
Der Arzt vom Blutspendedienst Rhein-Neckar informierte in Neubulach über die Blutstammzell- und Knochenmarkspende. "Sie zeigen bereits Bereitschaft, anderen Menschen zu helfen", lobt Stötzer die Bereitschaft der Blutspender. Sie müssten nicht überzeugt werden, sich typisieren zu lassen.
So wurden 110 der insgesamt 134 Blutspender zusätzlich eine geringe Menge von fünf bis zehn Millilitern Blut abgenommen, um die HLA-Merkmale (Humane Leukozyten Antigene) zu bestimmen. Weitere 57 Spender kamen zur Typisierung, die nicht an eine Blutspende im üblichen Sinn gebunden war. "Knochenmark darf nicht mit Rückenmark verwechselt werden", begegnete Stötzer gleichzeitig unnötigen Ängsten. Bei einer Transplantation werde das blutbildende Gewebe vor allem dem Beckenknochen entnommen.
Dass dennoch viele, die bereits Blut spenden, noch nicht typisiert sind, liegt an den Kosten. Eine Untersuchung des Blutes auf die Merkmale beziffert Stötzer auf 50 Euro. "Unsere Aktion konnte weitgehend abgedeckt werden", zeigte sich Pfrommer hoch erfreut über das finanzielle Engagement in Neubulach. So hatte Hermann Rivinius spontan die Kosten für seine Mitarbeiter des Zimmererbetriebs übernommen. Genauso verfährt die Sparkasse, und sowohl der ortsansässige VfB-Fanclub sowie der Sachs-Oxx-Treff stellten ihre Sparschweine zur Verfügung. "Wir sind nach wie vor auch für diese Form der Unterstützung sehr dankbar", untermauerte der Ortsvorsitzende des Roten Kreuzes.




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